Fumito Ueda, der Regisseur hinter dem ikonischen Abenteuerspiel Shadow of the Colossus von 2005 – nicht das Remake von 2018 – denkt, dass das Zeitalter der Pionierarbeit in der Videospielindustrie möglicherweise vorbei ist.
Ueda äußert sich dazu in einem kürzlichen Interview und spricht zusammen mit dem Schöpfer von Katamari: Keita Takahashi. Der Kopf hinter Shadow of the Colossus erinnert sich daran, wie er auf das neueste Spiel von Takahashi, To a T, reagierte. «Ich erinnere mich nicht genau, warum ich damals mit einem ‚Like‘ antwortete, aber wahrscheinlich dachte ich: ‚Das Zeitalter der Spielemechaniken ist vorbei'», gibt der Regisseur zu – es geht jetzt mehr darum, bestehende Mechaniken zu verfeinern.
«Ich frage mich, ob wir nicht mehr in der Ära sind, in der wir bei jedem Spiel neue Geräte oder neue Spielemechaniken bieten müssen», fährt er fort. Als Takahashi jedoch ins Gespräch einsteigt, hat Ueda diesen Gedanken offenbar schon seit geraumer Zeit. «Er sagt das schon seit Journey», fügt der Katamari-Chef hinzu. Ueda erweitert dann seinen Punkt bezüglich des möglichen Mangels an echter Innovation: «Auch wenn die Mechaniken nicht neu sind, kann man sich auf das Gefühl und die Kunst konzentrieren.»
Er bekräftigt jedoch, dass «egal, ob es einem gefällt oder nicht, es besser ist, die bestehenden Mechaniken zu schärfen.» Die Worte des erfahrenen Entwicklers machen sicherlich Sinn – schließlich existieren Videospiele schon seit Jahrzehnten, was es wohl ziemlich schwierig macht, wirklich etwas zu erschaffen, das nicht schon von einem anderen Schöpfer erdacht wurde. Was die Anwendung dieses Gedankens auf To a T betrifft, ist es wohl nicht schwer, die Verbindung zu sehen, die Ueda herstellt.
To a T, Takahashis farbenfrohes neues narratives Abenteuerspiel, folgt dem Leben eines 13-jährigen Teenagers, dessen Körper zufällig… die Form des Buchstabens «T» hat.