«Cyberpunk 2077»: Ein Meisterwerk der Rollenspiel-Romanzen

Denkt man an «Cyberpunk 2077», stehen die Romanzen des Spiels vielleicht nicht sofort im Vordergrund. Dennoch verdienen sie Beachtung, da sie möglicherweise zu den besten RPG-Romanzen gehören, wie der Schöpfer von «Fallout: New Vegas», «Pillars of Eternity» und «Pentiment», Josh Sawyer, meint. Der Game Designer von Obsidian bemerkte, dass die Romanzen in «Cyberpunk 2077» gut von allem anderen getrennt sind, im Gegensatz zu anderen RPGs, wo romantische Gespräche im Lager der Gruppe mit allen in der Nähe stattfinden.

Der Grund dafür ist, dass diese Beziehungen, unabhängig davon, ob man die Charaktere mag oder nicht⁠—was aus gestalterischer Sicht nebensächlich ist⁠—nicht im Kontext einer Gruppe stattfinden. [In anderen RPGs] sind wir zu sechst zusammen, führen diese romantischen Gespräche direkt neben allen anderen, und das wirkt etwas seltsam.

[In «Cyberpunk 2077»] Unternimmt man etwas mit Judy, zum Beispiel, dann beendet man es, führt ein Gespräch, und dann sagt sie: ‚Ich muss einige Dinge erledigen, bis dann.‘ Sie ist weg, und man hört erst wieder von ihr, wenn Zeit vergangen ist und man wahrscheinlich den kritischen Pfad weiterverfolgt hat. Es gibt ein eingebautes Tempo, sodass sich die menschliche Komponente dieser Beziehung über Inhalte entwickelt, die speziell für die beiden gemacht sind, wie Inhalte nur für einen selbst und Judy. River spielt dabei keine Rolle. Das ist nicht perfekt, aber ich mag diese Art der Umsetzung sehr. Wenn ich Romanzen auf etwas basieren würde, dann wohl auf so etwas.

Ein Teil davon ist der Produktionswert, wobei Obsidian nicht unbedingt das große Filmsequenz-Unternehmen ist. Larian macht das extrem gut. Natürlich macht das CDPR außergewöhnlich gut. Auch BioWare macht es gut.

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