Final Fantasy 9: Trance-System inspiriert von Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum

Das 25-jährige Jubiläum von Final Fantasy 9 brachte nicht die von den JRPG-Fans erhofften Remake-Nachrichten, aber wir erhalten derzeit eine stetige Flut von zufälligen Hintergrundinformationen, die ich vorerst gerne aufnehme. Das Neueste? Einige Affen aus Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum scheinen das etwas mysteriöse Trance-System inspiriert zu haben.

Die Erklärung der Geschichte für Final Fantasy 9s Limit-Break-Mechanik ist ein Gefühlsausbruch, der die Kräfte eines Charakters vorübergehend verstärkt. Aus spielerischer Sicht funktioniert es so, dass erlittenen Schaden die Trance-Anzeige zufällig auffüllt, bis sie vollständig ist – an diesem Punkt erhält man einige schicke Statistiken und Zugang zu besonderen Bewegungen. Es ist ein wenig zufällig, da man Trance nicht aktivieren kann, wann immer man möchte, nachdem die Anzeige gefüllt ist; es passiert einfach, wenn es passiert.

Im Gespräch mit Famitsu wird Regisseur Hiroyuki Ito gefragt, wie die Limit-Break-Mechanik des JRPGs entstanden ist. Die Antwort? Absolutes Kino.

«In dem Film 2001: Odyssee im Weltraum, als der Monolith – die schwarze Platte – erscheint, erwerben die Affen die Fähigkeit, Werkzeuge zu benutzen», sagt Ito. «Obwohl es von der Interpretation abhängt, fühlte ich, dass dies keine Darstellung der Affen war, die eine neue Fähigkeit erhielten, sondern eher eine Darstellung einer Fähigkeit, die sie immer besessen hatten, die jedoch erweckt wurde. Es ist, als ob ein bereits in ihrem Genom angelegtes Programm durch irgendeine Art von Reiz aktiviert wurde.»

Zurück zu Final Fantasy 9 sagt Ito: «In Bezug auf das Spieldesign könnte das Trance der Charaktere einen Moment ihrer ‚Evolution‘ darstellen, geleitet von der Zeit, dem Ort und ihrem Schicksal. In diesem Sinne könnte man aus Entwicklungssicht sagen, dass das [Trance]-System etwas war, das geboren werden sollte.»

Faszinierend. Wie ich bereits erwähnte, ist es nicht das einzige Hintergrundwissen, das wir in letzter Zeit erhalten haben. Viele von uns dachten lange, dass Vivis Name von seinem tragischen Hintergrund stammt, aber ein neues Prequel-Buch hat eine viel albernere Erklärung – er ist sechs Fuß und sechs Zoll groß, aber nur, wenn man seinen großen Hut mitzählt. Und was ist das in römischen Zahlen? Vi’vi. Remake dieses Spiel sofort, Square Enix.

Oder auch nicht. 25 Jahre später haben die stilisierten Grafiken von Final Fantasy 9 dafür gesorgt, dass es ohne Remake brillant gealtert ist.