Actionspiele haben in den letzten zehn Jahren eine bemerkenswerte Wandlung durchgemacht. Während in den 2000er Jahren viele dem Trend von Devil May Cry folgten, hat die Geburt des Soulslike-Genres durch FromSoftware eine neue Richtung eingeschlagen. Spiele wie The First Berserker: Khazan oder Stellar Blade zogen mich mit ihrem Action-Stil an, nur um dann ihren Souls-Einfluss zu offenbaren. Doch nicht alle Entwickler folgen diesem Trend.
In jüngster Zeit haben einige Actionspiele begonnen, sich von diesem Muster abzuwenden und kehren zum konventionellen Action-Stil zurück. Die Entwickler von Phantom Blade 0 bestehen darauf, dass ihr Spiel kein Soulslike ist. Und nun schließt sich Capcoms Onimusha: Way of the Sword dieser Welle von klassischen Actionspiel-Wiederbelebungen an.
Im Gespräch mit Automaton erklärt Regisseur Satoru Nihei: «Way of The Sword ist kein Open-World-Spiel und sicherlich auch kein herausforderndes Die-and-Retry-Spiel (Soulslike).» Nihei fügte hinzu: «Obwohl erfahrene Action-Spieler sicherlich ihren Spaß daran haben werden, war unser Ziel, ein Spiel zu schaffen, das auch Gamer anspricht, die sich nicht als Actionspiel-Experten sehen. In Way of The Sword lag unser Hauptaugenmerk darauf, das Aufeinanderprallen der Klingen durch die Action auszudrücken.»
Die ursprünglichen Onimusha-Titel waren lineare Actionspiele, die eher einer Samurai-Version von Resident Evil ähnelten, als den intensiveren Action-Stilen von Devil May Cry (das ironischerweise ursprünglich ein Resident Evil-Spiel war). Es ist erfrischend zu hören, dass die Rückkehr der Serie nach fast zwei Jahrzehnten ihren Wurzeln treu bleibt, in einer Branche, in der diese Art von Spiel im Mainstream AAA-Bereich seltener geworden ist.
Die Entwickler von Ninja Gaiden 4 sagen: «Soulslikes haben seit der letzten Folge der Serie gewissermaßen die Bühne erobert, aber wir gehen in dieser Hinsicht gegen den Trend.»